Wer in dieser Zeit des Umbruchs in allen Medien versucht, die notwendigen Veränderungen regel- und systemkonform zu vollbringen, wird scheitern. Wenn sich die Spielregeln geändert haben, macht es keinen Sinn, weiter an der Mannschaftsaufstellung zu tüfteln.
Ein neues Spiel beginnt. In der Medienlandschaft und insbesondere in der TV-Landschaft. Wir von der schnee von morgen wollen dem neuen Spiel mit neuen Ideen begegnen. Und die neuen Ideen werden an allen Ecken und Enden benötigt, denn für webTV Projekte gilt heute:
- Das Digitalisieren von Filmen ist zu teuer
- Die Speicherung von Filmen ist zu teuer
- Die Verwaltung von Filmen ist zu kompliziert
- Die Ausstrahlung von Filmen ist zu teuer
Und dies bezieht sich erst auf die im weitesten Sinne technologischen Probleme. Für all diese Aufgaben haben wir in den letzten Jahren Lösungen geschaffen, die funktionieren. Mit Technologien von morgen.
Doch bevor man damit beginnen kann, die technologischen Probleme zu lösen, muss man wissen, in welche Richtung es gehen soll. Denn, wie mein Großvater immer sagte: Es hat keinen Sinn zu rennen, wenn man auf dem falschen Weg ist. Es geht um nicht weniger als das Fernsehen von morgen und die Frage, wohin sich das Leitmedium TV entwickelt.
Auch hier wird regelkonformes und systemimmanentes Denken nicht zu verwertbaren Ergebnissen führen. Bis heute liefern die Schnittstellen zwischen dem Web und TV nicht mehr als Zusatzfunktionalitäten zum bestehenden TV. Aber wer sagt denn, dass Fernsehen, so wie wir es kennen, Bestand haben muss? Mediatheken bauen auf dem Prinzip auf, dass ein Zuschauer, der etwas im Fernsehen verpasst hat, eine Sendung “nachsehen” kann – aber dies ist kein eigenständiges Medium! Und zu genau diesem wollen wir webTV machen.
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